Das Jedermannsrecht

Das Jedermannsrecht, bis heute ein wichtiges Gut des norwegischen Kulturerbes, lockt jeher viele Outdoorliebhaber in das Land der Elche und Fjorde. Viele Sagen spinnen sich darum und nur Wenige wissen, was es wirklich damit auf sich hat. Was genau das alte Gesetz besagt, zu was es berechtigt und was es untersagt, lernen Sie hier:

Grundsätzlich erlaubt das Jedermannsrecht, Norwegens Seen und Küstenstreifen, Berge und Wälder frei zu begehen und zu nutzen (zu Fuß, auf Ski oder mit unmotorisiertem Boot) und zwar unabhängig vom Eigentümer des Landes.

Nicht gestattet:

Das Recht dieser freien Nutzung trifft jedoch nur auf unkultiviertes Land zu und auf Land, welches nicht umzäunt oder andersartig eingefasst ist. Äcker, Felder und Gärten, aber auch eingezäuntes Weideland fallen NICHT unter das Jedermannsrecht. Eine Ausnahme gibt es in den Wintermonaten, wenn Acker- und Weideland noch gefroren oder schneebedeckt sind. In dieser Zeit ist es gestattet, dieses zu Fuß oder auf Ski zu betreten.

Gestattet:

Das Jedermannsrecht gewährt unbegrenzten Zugang zu Norwegens zahlreichen Wäldern und Hochebenen, Bergen, Seen und Küstenstreifen. In diesen Bereichen ist es erlaubt, sich frei zu bewegen, zu picknicken, zu zelten (max. zwei Nächte am selben Ort) sowie Beeren, Pilze oder Wildkräuter zu pflücken. In den Fjorden können Sie auch frei angeln.

Eigenverantwortung:

Der freie Zugang setzt jedoch gleichzeitig Eigenverantwortung voraus. Bitte zeigen Sie Respekt gegenüber anderen Menschen und dem Ort, den Sie besuchen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Aktivitäten keine anderen Menschen, den Eigentümer oder Tiere stören oder die Landschaft verschmutzen oder gar schädigen.

Hinweis:

Einige der Wanderwege führen über Weideland. Hierfür müssen Sie meist Weidegatter durchqueren. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern, dies ist durchaus gestattet. Bitte denken Sie jedoch daran, die Gatter hinter sich wieder zu schließen. Vielen Dank!